Es mag sich auf den ersten Blick seltsam anhören, doch oft kann es sich lohnen sein BAföG-Darlehen durch einen Kredit abzulösen. Zwar ist das BAföG-Darlehen zinsfrei, doch wenn man es komplett oder zu einem großen Teil direkt nach der Rückzahlungsaufforderung (auf Antrag) zurückzahlt, werden je nach Höhe des Darlehens 8-50,5% erlassen.
Aber Vorsicht: Auch wenn die Rückzahlung maximal 10.000 Euro beträgt, wird der Erlass auf den kompletten Betrag angerechnet, der auch über den 10.000 Euro liegen kann. Das bedeutet, dass die Ersparnis gegenüber des zurückzuzahlenden Betrags nicht besonders groß ist und sich somit ein Kredit nicht lohnt.
Ein Beispiel: Wir haben 9500 Euro BAföG-Schulden und sollen sie nun zurückzahlen. Wir schauen in die Anlage zur Darlehensverordnung und lesen in den letzten Spalten ab, dass wir 27,5% Nachlass bekommen bzw. 6888 Euro zurückzahlen müssten, wenn wir alles auf einen Schlag zurückzahlen. Nehmen wir nun einen Kredit über 6888 Euro mit einem Zinssatz von 6% über 6 Jahre auf. Nun zahlen wir etwa 1330 Euro Zinsen, 6 Jahre lang in Raten von 114 Euro pro Monat. Wir sehen: Trotz 6% Zinsen zahlen wir bei der Lösung per Kredit 8219 Euro statt der 9500 Euro.
Nocheinmal Vorsicht: Einen Ratenkredit muss man natürlich auch bedienen können, sonst kann es zu Problemen kommen.
Sehr guter Beitrag. Wurde gerne noch weitere Informationen daruber erhalten.
Besten Dank und gruss
Hallo! Finde ich auch! Danke!
Gibt es denn noch andere Möglichkeiten, meine Schuld gg.über dem Staat zu senken? Woher haben sie die Informationen, dass der Prozentsatz bei vollständiger Zurück-Zahlung differiert?
Hallo Andreas, vielen Dank für den Kommentar. Leider sind mir zur Zeit keine weiteren Möglichkeiten bekannt die Schulden zu senken. Die Quelle für die Prozentsätze ist wie angegeben in der Anlage zur Darlehensverordnung zu finden: http://www.gesetze-im-internet.de/darlehensv_1980/anlage_17.html